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Artikel der Woche

Wurminfektionen der Katze – die Ansteckung (Infektion) von Katzen (Felidae) mit parasitisch lebenden Würmern – kommen häufig vor. Die meisten Wurmarten treten sowohl bei Haus- als auch den übrigen Katzen weltweit auf, hinsichtlich der Befallshäufigkeit gibt es aber regionale, tierartliche und durch die Lebensweise bedingte Unterschiede. Nach der Einordnung der entsprechenden Parasiten in die zoologische Systematik lassen sich die Infektionen in solche durch Faden- und Plattwürmer – bei letzteren vor allem Band- und Saugwürmer – einteilen, andere Stämme sind tiermedizinisch ohne Bedeutung. Während Fadenwürmer zumeist keinen Zwischenwirt für ihre Vermehrung benötigen, verläuft der Entwicklungszyklus bei Plattwürmern stets über Zwischenwirte. Für die meisten Würmer sind Katzen als Raubtiere der Endwirt. Die Würmer besiedeln als sogenannte Endoparasiten („Innenschmarotzer“) verschiedene innere Organe, rufen aber zumeist keine oder nur geringe Krankheitserscheinungen hervor. Die Infektion muss sich also nicht zwangsläufig auch in einer Wurmerkrankung (Helminthose) äußern. Für die meisten Parasiten lässt sich eine Infektion durch eine Untersuchung des Kots auf Eier oder Larven nachweisen. Einige bei Katzen vorkommende Würmer können auch auf den Menschen übergehen und sind damit Zoonose-Erreger. Von größerer Bedeutung sind hierbei der Katzenspul- und der Fuchsbandwurm. Insbesondere solche Wurminfektionen sollten durch regelmäßige Entwurmung von enger mit dem Menschen in Kontakt lebenden Katzen bekämpft werden. ·weiter lesen·

Prämierte Artikel
Präparat von polyzystischen Nieren

Zystennieren, auch als polyzystische Nieren bezeichnet, (engl.: polycystic kidney disease, PKD) sind eine Gruppe ernsthafter, meist erblich bedingter, Erkrankungen der Nieren. Durch die Bildung einer Vielzahl (griech.: poly = πολύς = „viel“) von flüssigkeitsgefüllten Kammern beziehungsweise Bläschen, den sogenannten Zysten, sind die Nieren in ihrer Filterfunktion erheblich eingeschränkt. Eine einzelne Zyste an den Nieren, eine Nierenzyste, stellt dagegen in aller Regel einen harmlosen Zufallsbefund dar.

Genetisch bedingte Zystennieren sind die häufigste lebensbedrohliche Erbkrankheit beim Menschen und eine der Hauptursachen für chronisches Nierenversagen. Die Krankheit ist zur Zeit medikamentös nicht heilbar. Heilung ist nur durch eine Nierentransplantation möglich. Erste Symptome, die auf Zystennieren hinweisen können, sind Bluthochdruck, blutiger Urin (Hämaturie), wiederholte Harnwegsinfekte, eine Zunahme des Bauchumfangs und Schmerzen im Bauchraum. Etwa ein Drittel der Patienten bleibt, selbst bis zum Zeitpunkt des terminalen (endgültigen) Nierenversagens (end-stage renal failure, ESRF), ohne Symptome. Dies erschwert eine frühzeitige Diagnose erheblich. ·weiter lesen·

Mit Windpocken (Varizellen) wird in der Medizin eine durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöste, durch Tröpfcheninfektion übertragene Erkrankung bezeichnet. Der Name Windpocken kommt von der hohen Ansteckungsfähigkeit dieser Viren, die auch über einige Meter in der Luft übertragen werden. Die Windpocken betreffen überwiegend Kinder im Vorschulalter und führen bei der Mehrzahl der Infizierten anschließend zu einer lebenslangen Immunität, weshalb man sie auch zu den Kinderkrankheiten zählt. Symptome sind im Wesentlichen Fieber und ein charakteristischer, juckender Hautausschlag mit wasserklaren Bläschen. Es können Komplikationen in Form von Kleinhirn- oder Hirnentzündungen, einer Lungenentzündung oder bakteriellen Superinfektionen der Haut auftreten. Da es sich um eine Virusinfektion handelt, ist die Behandlung in der Regel symptomatisch. In besonderen Fällen – beispielsweise bei immunsupprimierten Patienten – kann ein Virostatikum eingesetzt werden. Nachdem die Krankheitszeichen abgeklungen sind, verbleiben Varizella-Viren in den Spinal- oder Hirnnervenganglien und können von hier aus in Form einer Gürtelrose (Herpes Zoster) wieder reaktiviert werden. Zur Prophylaxe gibt es eine Impfung. ·weiter lesen·

Hautausschlag bei Röteln
Die Röteln (Rubella) sind eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch das Rötelnvirus ausgelöst wird und eine lebenslange Immunität hinterlässt. Deshalb zählen sie auch zu den Kinderkrankheiten. Rötelnviren befallen nur Menschen. Neben den typischen roten Hautflecken (Exanthem) können auch Fieber und Lymphknotenschwellungen auftreten. Gefürchtet ist eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft, weil sie häufig zu schweren Komplikationen (Rötelnembryofetopathie) mit ausgeprägten Fehlbildungen des Kindes und zu Fehlgeburten führen kann. Die Behandlung besteht in rein symptomatischen Maßnahmen (Linderung der Krankheitssymptome). Eine vorbeugende Lebendimpfung ist verfügbar. ·weiter lesen·
Neuigkeiten

Gesundheitspolitik: Ab dem 01.01.2009 gilt für gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland der einheitliche Beitragssatz von 15,5 %. Die Mittel fließen in einen Gesundheitsfonds zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (11/2008, DÄB, BMG).


Nobelpreis 2008: Der deutsche Virologe Harald zur Hausen erhält zusammen mit den Franzosen Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2008. Zur Hausen wird für die Entdeckung der Auslösung von Gebärmutterhalskrebs durch humane Papillomviren ausgezeichnet, Montagnier und Barré-Sinoussi für die Entdeckung des humanen Immundefizienz-Virus' (6.10.2008, DÄB).


Hautkrebs-Früherkennung: Seit 1. Juli 2008 haben in Deutschland alle gesetzlich krankenversicherten Personen ab dem Alter von 35 alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs. Bisher galt dies nur, wenn bereits ein Krebsverdacht vorlag (13.07.2008).



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